Digital Transfer

Die Art Digitaltransferdruck eignet sich besonders für kleinere Stückzahlen. Zeichnungen und komplexe Designs, sowie vielfarbige und fotorealistische Motive lassen sich problemlos umsetzen. Der Digitaltransferdruck bietet dadurch eine schnelle und kostengünstige Variante für Schulen, Vereine, Junggesellen-/ Jungesellinnenabschiede und viele weitere Zielgruppen.

Wie funktioniert die Technik?

Das gewünschte Motiv wird in einem Grafikprogramm, wie beispielsweise Adobe Photoshop, Adobe Illustrator oder CorelDRAW erstellt und für den Druckvorgang vorbereitet. In den meisten Fällen werden Handzeichnungen, Fotos, Designs aus dem Internet oder gedruckte Layouts als Vorlagen verwendet. Die Auflösung der Vorlage spielt dabei allerdings eine große Rolle (eine gute Auflösung von 300 dpi ist empfehlenswert). Nach Abschluss der grafischen Gestaltung bzw. Überarbeitung des Motivs, wird eine Schneidekontur erstellt. Diese dient dem Drucker um die Datei passgenau zuschneiden zu können.

Die Datei wird im nächsten Schritt an den Drucker gesendet. Der Drucker ist dabei nicht nur für den Druck zuständig, sondern auch für den Plottvorgang. Eco Solvente Tinte und eine spezielle Folie werden während des Druckvorgangs verwendet. Eco Solvente Tinte bedeutet, dass die Tinte nur mit einem geringen Anteil an organischen Lösungsmitteln versetzt ist. Die speziell verwendete Folie besitzt eine mit Textilkleber beschichtete und eine zu bedruckende Seite. Stabilisiert wird die Textilkleber beschichtete Rückseite mit einer weiteren Trägerfolie. Am PC wird nun das Motiv in der entsprechenden Auflage gesetzt und an den Drucker gesendet. Der Unterschied bei dem Digitaldrucktransfer ist: Das Motiv wird bei diesem Verfahren nicht gespiegelt sondern seitenrichtig auf die Folie gedruckt. Der Drucker kehrt nachdem der Druckvorgang abgeschlossen ist, in den Plottmodus und beschneidet das Motiv anhand der vorgegebenen Schneidkontur.

Nach Abschluss des Druck- und Schneidevorgangs wird das bedruckte Teilstück von der Rolle getrennt und entgittert. Das überschüssige Folienmaterial wird dann mit einem Skalpell oder mit einer Pinzette entfernt. Bei diesem Vorgang ist Konzentration und viel Fingerspitzengefühl gefragt, denn das gedruckte Motiv darf sich dabei weder von der Trägerfolie lösen, noch beschädigt werden. Zum Schluss wird auf der Vorderseite des Motivs eine weitere Trägerfolie angebracht, damit zum Schluss beide Seiten mit einer Trägerfolie bedeckt sind.

Im nächsten Schritt wird die Grafik auf das passende Kleidungsstück übertragen. Hierfür wird die Trägerfolie auf der Rückseite des Digital Transfers vorsichtig entfernt, so dass sich nur noch auf der Vorderseite des Motivs Trägerfolie befindet. Das Textilstück wird auf die Arbeitsplatte der Transferpresse aufgezogen, die Grafik an der richtigen Stelle positioniert und bei 175 Grad, 15 Sekunden lang gebügelt. Bei dem Bügelvorgang schmilzt durch die Hitze der Textilkleber auf der Rückseite des Transfers und verbindet sich mit der Textilfaser. Das bedruckte Textilstück kann im Anschluss von der Arbeitsfläche gezogen werden und auskühlen.

Einsatzgebiete

Der Digitaltransferdruck bietet aufgrund des technischen Potenzials, vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Durch diese Technik lassen sich aufwendige Motive, wie beispielsweise Vereinswappen, filigrane Logos oder auch fotorealistische Darstellungen problemlos in kleineren Auflagen produzieren. Dies bietet einen großen Vorteil im Gegensatz zu anderen kostenintensiven oder aufwendigen Techniken.

Besonders für Vereine, Sportgruppen oder kleine Firmen bietet der Digitaltransferdruck eine preisgünstige und auch schnelle Variante, Kleidungsstücke mit eigenem Logo zu versehen. Die Druckart ist auch, falls bei Ihnen der nächste Urlaub vor der Tür steht, die effektivste Lösung, gewünschte Fotos oder eigens entworfene Motive auf gewünschte Textilien drucken zu lassen.

Der Digitaltransferdruck beeinflusst die Textilien genauso, wie bei der Flex- und Flockbedruckung. Die Fasern werden von der bedruckten Folie verschlossen und versteift. Bei atmungsaktiver Funktionsbekleidung sollte daher beachtet werden, dass dadurch nicht nur der Tragekomfort sondern auch die Funktionalität eingeschränkt wird. Spezielle Grafiken für Sportbekleidung sollten aus diesem Grund nicht zu groß ausfallen. Ein großer Aufdruck auf der Brust oder dem Rücken bringt den Träger nur zum Schwitzen. Zum Digitaltransferdruck eignen sich sowohl Baumwoll- als auch Kunststofffasern.

Beim Waschvorgang in der Waschmaschine sollte man stets darauf achten, dass das Kleidungsstück auf links gedreht wurde, denn nur so lässt sich eine Reibung an der Wäschetrommel vermeiden. Achten Sie bitte auch beim anschließenden bügeln darauf, dass das Bügeleisen keinen direkten Kontakt zum Druck hat. Nach häufigem Waschen geht allerdings auch hierbei die Farbintensität verloren und der Druck verblasst mit der Zeit.